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Abwasserbehandlung

Abwasserbehandlung

Für die Konzeption und die Auslegung einer Abwasserbehandlung müssen grundsätzlich zwei Aspekte betrachtet werden:

  • Gesetzliche und lokale Vorgaben
  • Herkunft des anfallenden Abwassers

Bei den gesetzlichen Vorgaben sind länderspezifische Regelungen zu beachten, die Grenzwerte bei der Einleitung des gereinigten Wassers in eine kommunale Kläranlage festlegen. Darüber hinaus kann es lokale Verschärfungen geben, falls die örtliche Kläranlage in ihrer Kapazität beschränkt ist. Zusätzliche Anforderungen existieren immer dann, wenn Abwasser direkt in einen Vorfluter eingeleitet wird. Insbesondere kleine Flüsse oder Fischgewässer begrenzen die Schadstoffeinleitung erheblich. Weiterhin sind in den meisten europäischen Ländern zwischenzeitlich Teilstrombehandlungen für bestimmte Wasserinhaltsstoffe gesetzlich vorgeschrieben.

Besonderheiten von Produktionsprozessen

Bestimmend für die Konzeption einer Abwasserbehandlung sind neben den Einleitvorgaben v. a. die Abwasserzusammensetzung und damit letztlich die eingesetzten Produktionsprozesse. Relevant sind nicht nur die Art und Konzentration der Abwasserinhaltsstoffe, sondern auch Informationen über wiederkehrende Reinigungen oder Sondermaßnahmen wie z. B. die Desinfektion des gesamten Produktionssystems.

Unsere Branchenspezialisten kennen diese Produktionsprozesse und berücksichtigen solche Besonderheiten bei der Planung von Abwasseranlagen. Dank langjähriger Kenntnis der technischen Möglichkeiten wird das optimale Behandlungssystem ausgewählt und auf die lokalen Gegebenheiten angepasst. Neben den üblichen Verfahrensschritten wie Neutralisation oder chemisch-physikalische Fällungsverfahren setzen wir verschiedene weitergehende Behandlungsverfahren ein wie beispielsweise:

  • Spezielle Ionenaustauscherprozesse
  • Chemische und thermische Desinfektion und Inaktivierung
  • Adsorptive Verfahren (z. B. Aktivkohle)
  • Anaerobe und aerobe biologische Verfahren

Stoffe gezielt entfernen

Immer wichtiger werden heute – insbesondere für Spurenstoffe wie Medikamente – Membranverfahren wie Ultrafiltration, Nanofiltration oder Umkehrosmose, mit denen man gezielt einzelne Stoffe oder Stoffgruppen entfernt. Dank des Einsatzes dieser Technologien können in verschiedenen Branchen bereits große Teile des Abwassers nach der Reinigung wiederverwendet werden, was neben ökologischeren Prozessen auch wesentliche Kosteneinsparungen bringt.

Mit unserem Wissen über Produktionsprozesse, Medienversorgung und die damit verbundene Abwasserbehandlung sind wir in der Lage, in den Bereichen

  • Pharmazie,
  • Halbleiterproduktion,
  • Lebensmitteltechnologie und
  • Energieerzeugung

auf Wunsch komplette und maßgeschneiderte Lösungen für den gesamten Wasserhaushalt unserer Kunden zu planen und zu realisieren. Diese gesamtheitliche Betrachtung gewährleistet die notwendige Ver- und Entsorgungssicherheit bei gesamtwirtschaftlich optimierten Kosten.